Alle Jahre wieder! Das Telefonbuch steht vor den Würzburger Türen. Gewollt, ungewollt, ungefragt und schon wieder viel zu lange. Und es bleibt dort stehen, bis es in der Altpapiertonne landet oder im Rahmen dieser Aktion auf Facebook zurückgegeben wird. Offenbar gibt es sie aber doch noch, die Freunde des dünnen Papiers. Von den 10 gelieferten Telefonbüchern frieren nur noch 8 Stück vor unserer Tür, die aber natürlich niemand abholen oder lesen wird. 80% Ausfall für den Verlag, der doppelt weh tun sollte. 8 von 10 Bäumen werden umsonst gefällt und 80% der Versprechungen des Verlages an Werbekunden waren eine Lüge.
Es ist schlimm genug, dass soviel Altpapier sinnfrei erzeugt werden muss. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es jedoch eine absolute Frechheit, wie diese Verschwendung finanziert wird. Es ist das Geld aus Ihrem Werbebudget mit dem Sie diese Verschwendung finanzieren. Dies bedeutet nicht, dass wir generell von Werbeanzeigen in Telefonbüchern abraten, denn es gibt Zielgruppen, die über dieses Medium angesprochen werden können. Es sind aber vermutlich nur 20% derer, die Ihnen von Anzeigenverkäufern vermittelt werden, wenn diese die hohe Auflage eines Telefonbuches als Grundlage für die völlig überzogenen Preise nennen.
Die Verlage könnten diese Verschwendung stoppen und Anzeigenpreise in den finanzierbaren Bereich absenken .... wenn Sie wollten.
Stellen Sie sich einmal vor Sie bekommen am Anfang des Jahres eine DinA6 Postkarte auf der Sie ankreuzen können ob und welches Telefonbuch Sie tatsächlich haben möchten. Verlage könnten die Auflage planen, Anzeigenkunden können mit belegbarer Auflagenzahl und mit Sicherheit günstigeren Preisen kalkulieren und entscheiden. Warum wird das nicht gemacht?


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